| Die beiden Nachbarn | ||||
| Vor vielen hundert Jahren reichte der Tegernsee bis hin an den Fuß des Wallbergs, zurück bis Enterrottach und weit hinein ins Kreuther Tal. Es gab noch keine Häuser oder Gehöfte rund um den See als nur den Bauern am Wechsel, dort, wo die Wasserscheide ist zwischen dem Wasser der Rottach und der weißen Valepp, und dem Bauern in der Au, hoch über dem Söllbachtal. Sie konnten sich nur mit dem Schiff übers Wasser besuchen. Der Bauer auf der Eben bei Gmund am Nordende des Sees war ihr nächster Nachbar. An einem Sonntagmorgen fuhren sie wie immer mit ihren Einbäumen nebeneinander über den langen Weitsee nach Gmund, um in Schaftlach zur Kirche zu gehen. Wie sie so dahinruderten, gingen ihre Schiffe plötzlich unter. Man hat nie mehr etwas von den beiden Männern gehört. Ist ein Streit ausgebrochen oder hat ein jähes Unwetter die zwei erfaßt? Es wurde uns nichts überliefert. |
||||
| Quelle: Tegernseer Sagen aus dem Kulturraum der ehemaligen Benediktinerabtei Tegernsee (746 - 1803), Sepp Mohr, Hausham 1985 | ||||
| Anmerkung
der Redaktion: Wenn es um den Tegernsee keine Häuser gab dann auch sicher auch kein Kloster was ja dann im Umkehrschluss bedeuten würde das die Kirche in Schaftlach schon vor dem Kloster Tegernsee stand. |
||||